Eine Tür ohne Schild, ein kurzes Klopfen, vielleicht ein Passwort. Und plötzlich steht ihr in einer Bar, von der draußen niemand etwas ahnt. 🍸
Die Idee stammt aus den USA. Während der Prohibition von 1920 bis 1933 waren Herstellung und Verkauf von Alkohol dort verboten. Getrunken wurde trotzdem, nur eben heimlich: in Kellern und Hinterzimmern, zu denen nur Eingeweihte Zutritt hatten. Damit draußen niemand etwas mitbekam, hieß die Regel: leise reden, also „speak easy“. Daher kommt der Name.
In Wien war Alkohol zum Glück nie verboten. 😉 Das Konzept hat sich trotzdem durchgesetzt, mit versteckten Eingängen und einer Atmosphäre, die ihr in keiner normalen Bar findet. Hier sind unsere liebsten Speakeasy Bars in Wien:
Plus43
Die Adresse in der Westbahnstraße ist kein Geheimnis. Der Weg hinein schon. Wer reserviert, bekommt einen Code für die Tür. Und wer spontan vorbeikommt? Der muss ein bisschen kreativ werden, um reinzukommen. Wie genau, verraten wir euch natürlich nicht. Ein bisschen Geheimnis muss sein.
Drinnen erwartet euch eine Bar, die wir so sehr lieben, dass wir ihr sogar einen eigenen Artikel gewidmet haben. Der Vibe ist entspannt, das Licht gedimmt, und trotzdem ist immer etwas los. Ideal für ein Date oder einen langen Abend mit euren Lieblingsmenschen.
Hinter der Bar steht Semih Aybar, und dem gehen die Ideen offensichtlich nie aus. Seine Drinks verbinden florale, elegante Noten mit kräftigen asiatischen Aromen. Das ist eine Kombination, die ihr so schnell nicht vergesst. Manchmal wird es aber auch herrlich wienerisch: Mit „A Kind of Apple Strudel“ gibt es sogar einen Apfelstrudel im Glas.
Unser Tipp: Lasst die Karte einmal links liegen und euch vom Team überraschen. Erzählt, was ihr mögt, und probiert euch durch die Kreationen. Dass hier richtig gute Arbeit geleistet wird, sieht übrigens auch Falstaff so: Im Barguide 2026 gab es für das Plus43 92 Punkte.
The Chapel
Hier wird nicht gepredigt, hier wird gemixt. The Chapel versteckt sich im Restaurant „Let’s be Frank“. Mehr verraten wir nicht. Nur so viel: Wer eintreten möchte, muss erst durch den Beichtstuhl.
Dahinter wartet eine kleine, dunkle Kapelle mit Samtbänken und gedimmtem Licht. Die Karte ist in „Altes“ und „Neues Testament“ unterteilt, und jeder Drink ist eine kleine Sünde wert. Ein normales Glas sucht ihr hier übrigens vergeblich: Auch beim Servieren wird es ziemlich himmlisch. Das freundliche Team mixt kreative Kreationen genauso wie Klassiker, die euch garantiert zur Wiederholungstäterin oder zum Wiederholungstäter machen.
Unser Tipp: Beichten ist freiwillig. Sündigen ausdrücklich erwünscht.
Krypt
Eine unscheinbare Tür in der Wasagasse, kein Schild, kein Hinweis. Dass sich dahinter einer der schönsten Bar Wiens versteckt, würdet ihr nie vermuten. Ein echter Geheimtipp also.
Die Geschichte dazu ist fast zu gut, um wahr zu sein. Bei Renovierungsarbeiten wurden zugemauerte Kellerräume entdeckt, auf den Ziegelwänden standen noch Schriftzüge wie „Just Jazz“. In den 1950er und 60er Jahren war hier nämlich eine halblegale Jazzbar. Heute geht es über eine schwebende Treppe hinunter ins stilvoll restaurierte Gewölbe, wo eine sieben Meter lange Bar auf euch wartet.
Trotz der edlen Kulisse ist die Stimmung entspannt. Einen Dresscode gibt es nicht. Wer die krypt findet, ist herzlich willkommen. Ob ihr hier den ganzen Abend verbringt, ihn beginnt oder stilvoll ausklingen lasst, entscheidet ihr.
tür7
Eine goldene 7 an der Tür. Mehr Hinweis gibt es nicht. Die Tür 7 in der Buchfeldgasse ist so unscheinbar, dass man fast zögert zu klingeln. Macht es trotzdem.
Drinnen erwartet euch ein dunkles, gemütliches Wohnzimmer mit Möbeln im Mid Century Stil. Das Besondere: Eine Karte gibt es hier nicht. Ihr erzählt den Barkeeper:innen, was ihr mögt und was gar nicht geht, und bekommt einen Drink, der genau zu euch passt. Wer lieber beim Lieblingsklassiker bleibt, bekommt natürlich auch den.
Der Mann hinter der Tür heißt Geri Tsai. Er hat die Tür 7 2014 eröffnet und setzt auf klassische Barkultur statt auf Show. Sein Plan: Auch mit 80 will er noch in seiner Bar sitzen. Wir nehmen ihn beim Wort. 🥃
the birdyard
Von außen sieht alles nach einem ganz normalen Lokal in der Lange Gasse aus. Oben gibt es Burger, und wer nicht weiß, dass es noch weiter nach unten geht, verpasst das Beste. Denn darunter versteckt sich The BirdYard. 🦜
Unten wird es bunt, grün und ziemlich wild. Pflanzen, Vögel und knallige Farben verwandeln die Bar in einen kleinen Urwald mitten in der Josefstadt. Hinter dem Konzept stecken die Brüder, die ihr vielleicht schon von Mama Liu & Sons kennt. Auf der Karte stehen kreative Cocktails, die genauso verspielt sind wie die Deko. 🌴
Unser Tipp: Perfekt für ein Date, bei dem euch garantiert nicht der Gesprächsstoff ausgeht. Zur Not redet ihr halt über die Vögel.
Wien flüstert, und es lohnt sich zuzuhören. Die besten Speakeasy Bars in Wien verstecken sich hinter unscheinbaren Türen und haben jede einen ganz eigenen Charakter. Ob exklusiv, mystisch oder entspannt: Den Vibe für euren Abend sucht ihr euch selbst aus. 🍸
Wie ihr die versteckten Eingänge findet, verraten wir natürlich nicht ganz. Ein paar Hinweise habt ihr ja schon bekommen. 😉 Der Rest gehört zum Abenteuer, und genau das macht eine geheime Bar in Wien so besonders.
Ihr wollt nach eurem Cocktail noch weiterziehen? Weitere Bars und Insider Tipps für das Wiener Nachtleben findet ihr natürlich bei uns.
Viel Spaß beim Suchen und Cheers!